Finden Sie Ihren Weg zu gutem Schlaf mit Priv.-Doz. Dr. med. Hartmut Schneider auf der Gesundleben Messe Frankfurt am Main 2026!
Hier finden Sie beide meiner Vorträge zur Gesundleben Messe in der Jahrhunderthalle Frankfurt
Ihr Priv.-Doz. Dr. med. Hartmut Schneider
„Sie sehen hier ein Bild von mir, als ich noch jünger war. Ich bin Internist und arbeite auf dem Gebiet des Schlafes seit 1987, also fast 40 Jahre. Das tue ich aus dem einfachen Grund, dass ich den Schlaf nutze, um einen besseren Einblick in den Körper meiner Patienten und in ihre Krankheiten zu bekommen. Deswegen ist uns Internisten seit vielen Jahren bekannt, dass der Schlaf bei vielen Patienten nicht den Freund für die Gesundheit darstellt, sondern den Feind. Die Schlafmedizin gehört in Zukunft in die Hände des Internisten und des Kardiologen.
Doch für wen ist es eigentlich wichtig, dass der Schlaf eine Belastung darstellt? Die häufigste Todesursache in Deutschland sind nach wie vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit mittlerweile mehr als 350.000 Todesfällen pro Jahr – und zwar oft unerwartete Todesfälle. Wenn wir wissen, dass dieses Thema so gewichtig ist wie alle anderen Krankheiten zusammen, dann ist es entscheidend, das Risiko zu vermindern. Die häufigsten Erkrankungen, die zu diesen Todesfällen führen, sind Bluthochdruck (20 Millionen Menschen in Deutschland), Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern bei älteren Menschen und Übergewicht. Diese drei Faktoren betreffen etwa die Hälfte der deutschen Bevölkerung.
Früher hatten wir nur vier Risikofaktoren: Rauchen, Bewegungsmangel, ungesundes Essen und Übergewicht. Jedes Jahrzehnt kam ein Faktor hinzu: vor 30 Jahren der Blutzucker, vor 20 Jahren die arterielle Hypertonie und erhöhtes Cholesterin. Erst 2024 wurde kurzer oder schlechter Schlaf als unabhängiger Risikofaktor für den vorzeitigen Herztod offiziell anerkannt. Ein Kardiologe, der Prävention betreibt, muss den Schlaf heute als beeinflussbaren Faktor einbeziehen.
Warum ist Schlaf gesundheitsbringend? Im Schlaf bauen wir die Energiereserven für Körper und Geist auf. Auch Muskulatur, Knochen und das Herz werden entlastet. Guter Schlaf, Bewegung und gesundes Essen sind die drei wichtigsten Bausteine, um gesund alt zu werden. Dabei reicht die Schlafzeit allein nicht aus. Es kommt nicht nur auf die Quantität, sondern vielmehr auf die Qualität an. Viele Menschen schlafen sieben bis acht Stunden und sind morgens trotzdem nicht ausgeschlafen oder tagsüber müde. Das ist besonders bei Frauen oft ein Problem – etwa durch Schwangerschaft, Menopause oder einen schnarchenden Ehepartner.
Entscheidend ist, ob der Schlaf tief und ungestört ist. Ein klassisches Beispiel für schlechten Schlaf ist das Schnarchen. Schnarchen bedeutet immer, dass man weniger Luft bekommt, als man braucht. Je lauter man schnarcht, desto mehr kämpft man um Luft. Wenn dieser Kampf verloren geht, nimmt der Atemfluss ab und der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Glücklicherweise hat jeder Mensch einen Notfallmechanismus: Man wacht für 5 bis 10 Sekunden unbewusst auf, um die Atmung nachzuholen. Diese Weckreaktionen, sogenannte ‚Arousals‘, sind so kurz, dass man sie nicht bemerkt. Man erinnert sich erst an Wachphasen, wenn sie länger als zwei Minuten dauern.
Ein Patient kann so drei- bis viermal in zwei Minuten aufwachen, ohne es zu wissen. Er denkt, er schläft, aber er wird quasi jede Minute von einer ‚Stechmücke‘ gestochen. Dieser fragmentierte Schlaf führt dazu, dass man sich nicht erholt und das Herz-Kreislauf-System belastet wird. Die Medizin hat sich von ‚Reden und Raten‘ hin zu ‚Reden und Daten‘ entwickelt. Wearables und Smartwatches sind gut, damit Patienten ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen. Diese Uhren erfassen zwar das ‚Was‘ (den schlechten Schlaf), aber nicht das ‚Warum‘.
Um die Ursachen zu finden, brauchen wir heute kein Schlaflabor mehr; man kann die Hirnstromaktivität mittlerweile ganz einfach zu Hause messen. Schlaf sollte abgeklärt werden, wenn man morgens erschöpft ist, Konzentrations- oder Gedächtnisstörungen hat. Viele denken, das läge am Alter, dabei liegt es oft am unterbrochenen Schlaf. Wenn man beispielsweise abnehmen will, es aber nicht schafft, kann schlechter Schlaf die Ursache sein. Tag und Nacht müssen zusammenarbeiten. Mein Ziel ist es, den Schlaf wieder zum Verbündeten der Gesundheit zu machen, statt zum Feind. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“
„Mein Name ist Schneider. Ich bin seit 40 Jahren als Internist in der Schlafmedizin tätig und als solcher bin ich auch oft bezeichnet worden als Neurologe – nur weil ich mich um das Gehirn und die Achse Gehirn und Herz kümmere. Oder ich bin auch als Kinderarzt bezeichnet worden, weil es genauso wie jetzt hier ist: Ich betreue ein Spektrum von Patienten von ganz klein, nämlich von einem Jahr bis hin zu 99 Jahren.
Und hier haben wir ja auch ganz junge Teilnehmer. Wie alt bist du? Zehn. Zehnjährige Kinder habe ich auch sehr viele, weil es trifft sowohl für die Kinder als auch für die Erwachsenen zu, dass der Schlaf erholsam sein muss, damit wir den Stress und die Arbeit oder überhaupt nur unseren Alltag gut bewältigen können. Das trifft für die Kinder in der Schule zu, das trifft für die Menschen zu, die zwischen 40 und 60, 65 oder 70 in den letzten Jahren ihres Arbeitslebens stecken.
Aber viel wichtiger ist es, dass der Schlaf uns die Grundlage gibt, gesund und fit zu altern. Und wie das geht, zeige ich Ihnen. Aber hier erzähle ich Ihnen erst einmal, wofür wir den Schlaf brauchen. Sie brauchen keine Videos oder Fotos zu machen – das wurde gestern noch häufig gemacht – weil wir das alles auf unsere Internetseite stellen. Da können Sie alle Folien, die ich Ihnen jetzt zeige, noch mal lesen oder auch runterladen.
Auf jedem Dia ist jetzt viel Text. Ich lese fast nur die Überschriften vor und erkläre was dazu. Den Text können Sie sich später durchlesen.
Was ist die Aufgabe des Schlafs fürs Gehirn?
Das sind im Wesentlichen drei Aufgaben. Das Erste ist, dass nur im Schlaf unsere Gehirnzellen mit Energie aufgeladen werden – wie das Laden des Handys in der Nacht. Die biochemischen Prozesse kennen wir sehr gut. Das erkläre ich Ihnen gleich noch, wie das passiert. Das ist aber der Grund Nummer eins.
Grund Nummer zwei ist bei den Kindern viel wichtiger, deswegen erzähle ich das den Kindern immer: Im Schlaf werden auch die Muskeln entgiftet, aber auch bei Kindern der Wachstum gefördert. Also Kinder müssen schlafen, damit sie stärker und größer werden.
Also: Schlaf dient dazu, sich aufzuladen, also Energie zu bekommen, größer und stärker zu werden. Aber die wichtigste Aufgabe für alle Sie bis ins hohe Alter ist die, dass wir im Schlaf das Erlernte konsolidieren. Und nur guter Schlaf führt dazu, dass wir geistig fit bleiben. Schlechter Schlaf macht bei Kindern die gleichen Beschwerden wie ADHS, das heißt Konzentrationsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen. Im mittleren Alter macht es – nicht Demenz – erstmal Burnout- und Stresssymptome. Und im Alter wird schlechter Schlaf häufig mit Demenz verwechselt, weil es die gleichen Beschwerden verursacht.
Also, guter Schlaf macht – was war das nun? – stärker, Energie und klüger. Deswegen brauchen Kinder viel und guten Schlaf und Erwachsene.
Nun, wie wird die Energie aufgeladen? Diese Prozesse kennen wir sehr gut. Es gibt bestimmte Moleküle im Körper, die praktisch Energie speichern. Das nennen wir ATP. Und ADP ist das, wenn da Energie am Tag praktisch verbraucht wird, und das wird wieder umgekehrt auf diesen Prozess. Hier ist ein kleiner Fehler, ist aber egal. Diese Energieaufladung, die wird auch noch gefördert durch bestimmte Ernährungsmitstoffe oder Mineralien wie Magnesium, sodass wir heute auch noch andere Ansätze haben als einfach nur Medikamente, um die Energiebildung im Schlaf zu fördern.
Noch mal: Wir brauchen den Energie- oder den guten Schlaf, um alle unsere sozialen Fähigkeiten auszuprägen. Das heißt, alles, was uns als Menschen produktiv macht oder angenehm macht. Das sind Prozesse, die verbrauchen viel Energie: dass wir zuhören können, dass wir empathisch sein können, dass wir emotional stabil sind, dass wir Aufgaben bewältigen wollen und nicht als Last sehen. Das sind Prozesse, die viel Energie aufbringen. Und wenn wir schlecht schlafen, verlieren wir dies zuerst. Mit anderen Worten: Wir werden von einem sozial fähigen und angenehmen Zeitgenossen zu einem unangenehmen Zeitgenossen. Man kann nicht mehr so gut zuhören, man kann sich nicht mehr so konzentrieren. Jugendliche haben dann diesen Weltschmerz und Sturm-und-Drang-Zeiten, weil all diese Fähigkeiten dann zuerst verloren gehen. Deswegen ist das hier als Überschrift angegeben: Emotionale Verarbeitung und Stressregulation erfordert guten Schlaf.
Was aber noch viel wichtiger ist für die Gesundheit, ist, dass schlechter Schlaf auch nicht nur das Gehirn und die sozialen Leistungen beeinflusst, sondern auch die Körperfunktionen ganz stark beeinflusst. Schlafmangel – zu kurzer Schlaf – führt zu Übergewicht, weil im Schlaf praktisch der Stoffwechsel auch so reguliert wird, dass man abnehmen kann, wenn man das will. Wenn man aber schlecht schläft, passiert genau das Gegenteil: Man will zwar abnehmen, man strengt sich sogar an, man geht in den Fitnessclub, man macht alles Mögliche, um das Gewicht zu halten – schlechter Schlaf macht das zunichte. Das ist eine der wichtigsten Messages, die Sie rauskriegen sollen: Wenn Sie nicht Gewicht abnehmen können, obwohl Sie sich sehr anstrengen, dann ist wahrscheinlich der Schlaf gestört, ohne dass Sie das vielleicht sogar merken.
Und wie der Schlaf gestört werden kann, ohne dass Sie das merken, das will ich an einem Beispiel zeigen. Das ist nämlich das Schnarchen. Deswegen nehme ich das Schnarchen, weil das so häufig ist. 10 bis 20 Prozent der Menschen in Ihrer Altersgruppe – es ist eher so 30 bis 50 Prozent von Ihnen – schnarchen. Bei Kindern ist es allerdings auch schon so, dass Kinder, sehr viele Kinder schnarchen. Und das sollte man immer erstmal ernst nehmen, weil es Anlass geben kann zu einer Schlafstörung mit erheblichen Folgen, die ich Ihnen gleich noch zeige.
Hier oben habe ich Ihnen eine Atemkurve gezeigt oder eine Aufzeichnung von einer normalen Atmung über zwei Minuten. Und Sie sehen hier oben die Atmung und ein Atemzug sieht aus wie der andere, sehr stabil. So sieht auch der Sauerstoff sehr stabil aus und der Schlaf ist auch stabil. So sollte man im Schlaf atmen.
Bei vielen Menschen und auch bei Kindern bereits tritt aber das auf, was hier unten gezeigt ist: dass man Phasen hat, wo man zu wenig atmet. Das sind hier diese pinken – was heißt das? – rosa Markierungen. Die Atmung wird für 20, 30 Sekunden entweder zu wenig, weil sie schnarchen, oder gar nicht. Damit fällt der Sauerstoff ab und dann wird man hier wach für 10 Sekunden, um das nachzuholen, was man hier nicht geatmet hat, damit der Sauerstoff sich wieder erholt. Und wie gesagt, in zwei Minuten wacht dieser Patient dreimal auf, ohne das zu merken. Das ist so, als ob man von einer Moskito gestochen wird. Der Patient denkt, er schläft, aber er wird einmal pro Minute gestochen. Bei Kindern manchmal sogar noch mehr, dass die wach werden, bevor der Sauerstoff abfällt. Und bei Kindern ist das Schnarchen eher so: [macht Atemgeräusche]. Das ist schon nicht normal.
Also die richtige Frage, die man als Arzt stellen muss, ist nicht: Schnarchen Sie? Oder auch als Partner zu fragen, sondern die richtige Frage ist: Hört ihr mein Atmen? Das Atmen muss im Schlaf so leise sein, dass man denjenigen, der dort schläft, nicht finden kann, wenn es lichtdunkel ist. Wenn lautes Atmen normal wäre, wäre der Wald ja richtig laut von allen Tieren, die dort tagsüber schlafen.
Tatsache ist jedoch, dass dadurch der Schlaf gestört wird. Und wir nennen diese kurzen Weckreaktionen ‚Arousals‘. Das sind, wie gesagt, Weckreaktionen, die zu kurz sind, dass man sich daran erinnern kann. Es gibt Kinder, die werden 100, 200 Mal in der Nacht wach, manche 500 Mal in der Nacht und denken, sie schlafen gut.
Wie gesagt, diese Arousals – deswegen habe ich das als Überschrift gemacht – ist ein Kennzeichen einer gestörten Atmung, durch das der Körper immer wieder wach gehalten wird. Es gibt auch andere Störungen, die auftreten können, wie erhöhter Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Beinzuckungen – alles Mögliche gibt es, die nicht so häufig sind wie das hier, deswegen habe ich das hier als Beispiel genommen.
Noch mal: Schnarchen verursacht diese kurze zentrale Aktivierung, also kurzes Wachwerden. Dadurch wird der Schlaf unerholsam, also keine Regeneration mehr. Wie gesagt, bei Erwachsenen ist das das Hauptproblem. Bei Kindern ist es so, dass die Entwicklung, das Wachstum behindert wird, sowohl mental als auch körperlich, weil man braucht ja Energie und man will groß und stark werden, nicht wahr?
Bei den Erwachsenen, die schon groß und stark sind, fällt das weg, aber damit fällt weg, dass wir uns durch schlechten Schlaf nicht erholen, Stress am Tag haben, körperlichen Stress, der uns krank macht mit Übergewicht und vielen anderen Störungen. Das habe ich jetzt schon alles erzählt, wie sich das auf den Kopf auswirkt. Aber was ich jetzt mit Ihnen besprechen will: Wie sich das auf Ihre Gesundheit auswirkt.
Die häufigsten Todesursachen heute immer noch sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt. Pro Jahr sterben mittlerweile 350.000 dadran. Das ist eine Erhebung von vorletztem Jahr. Also zehnmal so hoch wie Krebs oder andere Erkrankungen, die wir schlecht ändern können. Herz-Kreislauf-Erkrankungen können wir – diese Todesfälle können wir vermeiden.
Die häufigsten Erkrankungen, die dem vorausgehen, sind Bluthochdruck – das sind etwa 20 Millionen Menschen. Herzrhythmusstörung bei Älteren über 70 Jahre sind 20 Prozent, die das haben. Übergewicht – schon 10 Kilogramm zu das, was ich hier habe, reicht aus, um praktisch ein erhöhtes Risiko zu haben. Bei 20 Kilogramm zu viel ist es eindeutig so, dass das eben eine Vorerkrankung ist für Herzinfarkt.
Also, wenn Sie sich die Zahlen hier ansehen: Die Hälfte der Bevölkerung hat das Risiko, deswegen sterben ja so viele an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Also auch die Hälfte der Menschen, die jetzt hier sitzen.
Nun, wir wissen, was die Risikofaktoren sind. Es waren in der Vergangenheit sieben Risiken, die das verursachen und dann das verursachen. Als ich angefangen habe vor 40 Jahren, waren es nur vier Faktoren. Es sind jedes Jahrzehnt kommen durch die Analyse neue Faktoren dazu. Aber das wissen Sie an sich schon aus der Presse: Ja, man sollte nicht rauchen, man soll sich viel bewegen – also Bewegungsmangel ist ein Risiko. Ungesundes Essen und Übergewicht, vor allem am Bauch, sind die Feinde des gesunden Lebens.
Diabetes und Bluthochdruck ist mittlerweile auch – sind zwei Faktoren, die eindeutig belegt sind als Faktoren und deswegen auch medizinisch behandelt werden müssen. Und hohes Cholesterin – und viele von Ihnen nehmen wahrscheinlich schon Bluthochdruckmedikamente oder Statine.
Erst vor zwei Jahren ist dazu gekommen, dass kurzer Schlaf genauso ein Risikofaktor ist wie diese Diabetes, Bluthochdruck oder erhöhte Fettwerte. Wenn nicht sogar noch wichtigerer Risikofaktor wird, weil kurzer Schlaf, hatte ich Ihnen gesagt, führt zu Übergewicht, führt zu Stress, Bluthochdruck, zu erhöhten Fettwerten – und damit wird das wahrscheinlich ein wichtigerer Faktor werden für die Reduktion der Herz-Kreislauf-Erkrankungen als die herkömmlichen.
Und gute präventive Kardiologen kümmern sich darum, den Schlaf zu erfassen und zu behandeln. Denn Prävention in der kardiologischen Therapie erhält das Leben, deswegen wurden diese sieben Faktoren gemacht, wird auch von vielen Krankenkassen gefordert. Aber guter Schlaf erhält eben das Leben und die Lebensqualität. Und das ist ja das, was wir alle wollen. Wir wollen ja nicht nur lange leben, sondern lange und gut leben.
Also sollte dieser Schlaf dann abgeklärt werden. Plakativ würde ich sagen: Ich hoffe in 10 Jahren als Routinediagnostik bei jedem, dass es so einfach ist, wie dass man die Apple Watches trägt. Weil wir als Mediziner uns auch oft irren können und wir keine Medizin mehr machen sollten, die heißt ‚Reden und Raten‘, sondern heute sind es ‚Reden und Daten‘.
Nun, diese Messmethoden gibt es noch nicht so viele. Einige gibt es schon. Deswegen gehen wir immer noch dahin und sagen: Die Messung sollte dann gemacht werden, wenn man eben einen Leistungsabfall hat als 40-, 30-, 40- oder 50-Jähriger durch Müdigkeit und Abgeschlagenheit, wenn der Schlaf nicht mehr so erholsam ist, oder wenn der Bettpartner lautes oder leises Schnarchen, also Atemgeräusche, wahrnimmt. Aber vor allem dann, wenn man auch in Ihrem Alltag eingeschränkt ist – also nicht mehr so gut zuhören kann, ob bei diesen Vorträgen hier einschläft. All diese Sachen treten dann auf.
Wenn das der Fall ist, dann kann der Schlaf eben damit nicht mehr Ihr Freund sein, sondern er ist Ihr Gegenspieler, Ihr Feind. Und alles das, was Sie dann tun wollen oder was der Arzt dann tut… Großes Beispiel: Es gibt manche Patienten, die nehmen diese Abnehmspritzen. Diese Abnehmspritzen sind aber nicht mehr wirksam oder nur noch halb wirksam, wenn man nachts schlecht schläft. Also man könnte diese Wirkung der Medikation verdoppeln mit weniger Dosis der Medikation und mit weniger Zeitaufwand. Das Gleiche gilt aber für die Blutdruckmedikation, gilt für fettsenkende Medikation.
Also wir müssen darauf gehen, dass wir sagen: Ist der Schlaf unser Freund oder unser Feind? Und wenn wir das angehen, dann müssen wir die Nacht zu unserem Freund machen, sodass die Nacht und der Tag und der Arzt und Sie selber mit der Nacht zusammen an einem Strang ziehen, damit Sie gesund bleiben und fit bleiben.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.“
Vielen herzlichen Dank für Ihren so zahlreichen Besuch auf der Gesundleben Messe Frankfurt 2026
Hier finden Sie beide Präsentationen meiner Fachvorträge in der Jahrhunderthalle Ffm zum ansehen und herunterladen.
Ihr Priv.-Doz. Dr. med. Hartmut Schneider
Samstag, 28.02.2026
15:00 – 15:30 Uhr
Gesundleben Messe
Raum 1
»Schlaf als Belastung oder Entlastung?
Wie Sie Ihren Schlaf zum Verbündeten machen.«
In diesem Vortrag erfahren Sie, warum gesunder Schlaf eine wichtige Voraussetzung für gesundes Altern ist und warum Schlaf nicht automatisch erholsam und gesundheitsbringend sein muss. Priv.-Doz. Dr. Schneider erläutert, dass Durchschlafstörungen häufig unbewusst bleiben und der Erholungsfunktion des Schlafes entgegenwirkt und wie diese Störungen akut die Lebensqualität und langfristig die Gesundheit gefährden. Ziel ist es aufzuzeigen, wie man diese „Gegner des gesunden Schlafs“ erkennt, um Schlaf gezielt als Schutzfaktor für ein gesundes Altern zu nutzen.
Sonntag, 01.03.2026
14:15 – 14:45 Uhr
Gesundleben Messe
Raum 1
»Was nachts in Ihrem Kopf passiert. Schlaf, Stress und die versteckte Arbeit des Gehirns.«
Was im Gehirn während des Schlafs geschieht und warum diese Prozesse entscheidend für Gedächtnis, emotionale Stabilität und Stressverarbeitung sind, erklärt Priv.-Doz. Dr. Schneider in seinem Vortrag. Er zeigt auf, dass ausreichend langer Schlaf nicht automatisch zu ausreichender Erholung führt. Faktoren wie ein verschobener Schlaf-Wach-Rhythmus oder eine gestörte Schlafarchitektur können dazu führen, dass nächtliche Regenerationsprozesse unvollständig ablaufen. Dieser „belastende Schlaf“ äußert sich häufig in Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfung, Reizbarkeit oder Konzentrationsproblemen. Es soll erklärt werden, wie Ein- und Durchschlafstörungen erkannt und behandelt werden können, um gesunden Schlaf zu ermöglichen.
Schlaf als Gamechanger für die Gesundheit: Fachvorträge in Frankfurt!
Körperliche und seelische Gesundheit sind untrennbar miteinander verbunden. Doch während wir über Ernährung und Rückenfitness sprechen, vergessen wir oft das Fundament: unseren Schlaf.
Besuchen Sie Priv.-Doz. Dr. Hartmut Schneider vom Zentrum für Schlafmedizin Frankfurt auf der gesund leben Messe 2026 in der Jahrhunderthalle Frankfurt. Erfahren Sie in zwei exklusiven Fachvorträgen, wie Sie die Nacht nutzen, um den Tag zu gewinnen.
Unsere Termine in Raum 1:
— Samstag, 28.02. | 15:00 – 15:30 Uhr:
»Schlaf als Belastung oder Entlastung? Wie Sie Ihren Schlaf zum Verbündeten machen.«
— Sonntag, 01.03. | 14:15 – 14:45 Uhr:
»Was nachts in Ihrem Kopf passiert. Schlaf, Stress und die versteckte Arbeit des Gehirns.«
Ort:
Jahrhunderthalle Frankfurt, Kasino
Öffnungszeiten: Sa. 10–18 Uhr | So. 10–17 Uhr
Tickets: Ab 10 € im Vorverkauf (Kinder bis 14 J. frei)
Nutzen Sie die Gelegenheit für einen direkten Experten-Dialog und machen Sie Ihren Schlaf endlich zu Ihrem stärksten Verbündeten!
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Presse: Gesund leben Messe Frankfurt
Frankfurter Rundschau — 17.02.2026 | Steven Micksch
»Erstmals dabei ist das Zentrum für Schlafmedizin (American Sleep Clinic), eine Privatklinik aus Frankfurt, die sich in der Klinik für Schlafmedizin mit allen Formen von Schnarchen, Schlaf-Wach-Störungen und Tagesschläfrigkeit beschäftigt.«
Zentrum für Schlafmedizin — American Sleep Clinic
Frankfurt am Main
Priv. Doz. Dr. med. Hartmut Schneider
Friedberger Landstraße 406
60389 Frankfurt am Main
